Prosecco: Bis 2009 war dies der Name einer Rebsorte, die später in Glera umbenannt wurde. Es gibt drei Schutzkonsortien für die in den Regionen Venetien und Friaul-Julisch Venetien erzeugten Weine, die den Namen „Prosecco“ in ihren Bezeichnungen führen: DOCG Valdobbiadene Prosecco, DOCG Asolo Prosecco, DOC Prosecco

Die Rebsorte

Die Hauptrebsorte, die den Namen „Prosecco“ in ihrer Bezeichnung führen, ist die Glera-Traube, die zu mindestens 85 % enthalten sein muss. Die restlichen 15% können aus den 4 einheimischen Reben Verdiso, Bianchetta Trevigiana, Perera und Glera lunga sowie, nur für die Schaumwein Version, aus 4 internationalen Sorten wie Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder und Chardonnay f stammen.

Die weine und die

HERKUNFTSGEBIETE

1. Unterscheidung der Weine nach dem Herkunftsgebiet der Trauben

DOC Prosecco

/ Weiteres Anbaugebiet.
/ Neue Weingärten, die fast ausschließlich in der Ebene angebaut und vollständig maschinell bearbeitet werden.
/ Sehr große Produktionsmengen und niedrige Produktionskosten.
/ Ein Produkt, das den Anforderungen eines wachsenden internationalen Großhandelsmarkts entspricht.
/ Der Traubenertrag beträgt 18 t pro Hektar.

DOCG Valdobbiadene Prosecco Asolo Prosecco

/ Anbaugebiet der Weine Valdobbiadene Prosecco DOCG und Asolo Prosecco DOCG.
/ Die Hügellage und das milde Klima bilden den natürlichen Lebensraum für das Wachstum der Glera-Rebe.
/ Die Weinberge werden fast ausschließlich von Hand und mit Hilfe einiger Maschinen bearbeitet.
/ Geringe Produktionsmenge zur Förderung der Weinqualität.
/ In den Steillagen wird die Bezeichnung “RIVE” verwendet.
/ Der Traubenertrag beträgt 13,5 t pro Hektar (13 t für die Bezeichnung Valdobbiadene Rive DOCG).

DOCG Valdobbiadene Superiore di Cartizze

/ Der “Grand Cru” der Valdobbiadene Prosecco DOCG Bezeichnung, ein Gebiet, das als “goldenes Fünfeck” bekannt ist und in dem qualitätsmäßig die absolute Spitze der Ursprungsbezeichnung hergestellt wird, den Schaumwein Valdobbiadene Superiore di Cartizze DOCG.
/ Der Traubenertrag von 12 t pro Hektar.

2. Unterscheidung nach dem verwendeten Produktionsverfahren

Bei dieser Version gibt es keine Bläschen.

Bei dieser Variante muss der Überdruck in der Flasche weniger als 2,5 Atmosphären betragen, was den Kohlensäuregehalt geringer hält und nur eine leichte Perlage erzeugt. Der Wein wird einer zweiten Gärung im Drucktank oder in der Flasche unterzogen, wobei Hefe und Zucker zugegeben werden.

Diese Variante ist die am weitesten verbreitete und macht etwa 90 % der gesamten Produktion von Valdobbiadene Prosecco DOCG, Asolo Prosecco DOCG und Prosecco DOC Weinen aus. Der Überdruck in der Flasche muss über 3 Atmosphären liegen, was eine anhaltende und cremige Perlage begünstigt. Am Ende der ersten Gärung wird der Wein durch Zugabe von ausgewählten Hefen und Zucker einer zweiten Gärung unterzogen, die die Bildung von Kohlendioxid ermöglicht und den Alkoholgehalt leicht erhöht. Die zweite Gärung findet in den meisten Fällen im Drucktank nach der Methode Charmat bzw. Metodo Martinotti (auch Tankgärverfahren) statt. Am Ende der Gärung im Autoklaven wird der Wein gefiltert und bei kontrollierter Temperatur und kontrolliertem Druck in Flaschen abgefüllt. Durch dieses technologisch fortschrittliche Verfahren erhält man saubere, frische und fruchtige Weine.
Die zweite Gärung kann ansonsten in der Flasche nach der traditionellen Methode der Hefesatzlagerung oder nach der Methode classique oder Champagnermethode erfolgen. Im ersten Fall kann durch die Ablagerung von Hefen am Flaschenboden eine Verschleierung erreicht werden, während im zweiten Fall die Hefen durch das klassische “Degorgement” (Degorgieren) entfernt werden.

3. Unterscheidung nach dem Restzuckergehalt (nur bei Schaumweinen)

Brut

0-12 g/l Restzuckergehalt.

Extra Dry

12-17 g/L Restzuckergehalt.

Dry

17-32 g/l Restzuckergehalt.

Demi Sec:

32-50 g/l Restzuckergehalt.